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Gold und Tumbaga
Das Gold wurde von den Tairona selten in reiner Form für Schmuck verwendet. Meistens wurde es bei den Tairona mit Kupfer zu Tumbaga legiert. Dadurch konnten Sie einerseits Gold einsparen, das sie größtenteils durch Tauschhandel erwerben mussten, andererseits wurde der Schmelzpunkt herabgesetzt. Es konnten feinere Details gegossen werden und Tumbaga ist härter als Gold oder Kupfer allein.
Gold hat einen Schmelzpunkt von 1063° und Kupfer schmilzt bei 1083° Celsius. Es war sehr mühsam so hohe Temperaturen mit ihren einfachen Öfen und Blasrohren zu erreichen. Tumbaga mit einer Zusammensetzung von 30% Gold und 70% Kupfer schmilzt z.B. schon bei ca. 800° - eine große Erleichterung in der Verarbeitung und eine enorme Einsparung des Edelmetalls.
Es wurden ca. 14-mal mehr Tumbaga- als reine Goldobjekte im Taironagebiet gefunden. Bei den untersuchten Tumbagateilen überwiegen Legierungen mit mehr als 50% Kupfer. Meistens war auch etwas Silber enthalten, was aber keine Absicht war, sondern schon im gewonnenen Gold enthalten war. Auch Spuren von Platin konnten nachgewiesen werden. Ein untersuchtes Objekt setzte sich z.B. aus 47,1% Gold, 48,8% Kupfer und 4,1% Silber zusammen. Die Kunstwerke wurden dann von den Indios vergoldet um sie aussehen zu lassen, als wären Sie aus purem Gold.
Die verschiedenen Goldschmiedetechniken werden ausführlich im eBook " Die Geschichte der Tairona" behandelt!